TSV 1860 Stralsund
SV Teterow 90
3
1

14.03.2009 15.00
1. Männermannschaft
|| Landesliga Ost

Enttäuschende Teterower Auftaktniederlage

 

Die Teterower Bezirksligafußballer erlebten schon lustigere Rückfahrten von ihren Auswärtsbegegnungen als die am Sonnabend vom Punktspiel beim TSV 1860 Stralsund, das die Bergringstädter mit 1:3 verloren und nicht nur von sich selbst enttäuscht waren, sondern auch die vielen mitgereisten Anhänger wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholten. Dabei gab es einige Parallelen zum Saisonauftakt im August 2008: Damals folgten einer guten und hoffnungsvollen Vorbereitung zwei Punktspielpleiten; auch dieses Mal schien der SV 90 gut vorbereitet und reiste voller Hoffnung an den Sund aber leider gab es auch dieses Mal eine so nicht erwartete Niederlage gegen eine Mannschaft, die wie im Hinspiel durchaus bezwingbar war! Jedoch reichten wie schon in der damaligen Begegnung die spielerischen Möglichkeiten des SV 90 gegen einen ganz einfach und schnörkellos operierenden Kontrahenten nicht aus, obwohl es trotzdem genügend gute Einschussmöglichkeiten gab...

Die Teterower gingen durchaus motiviert in die Partie und setzten Stralsund vom Anpfiff weg unter Druck, hätten in der 12.Minute nach einem klaren Foul an Seemann im „Sechszehner" einen Strafstoß erhalten müssen und hatten in der 19.Minute etwas Pech, als der Stralsunder Keeper mit toller Parade einen Kopfball von Brigmann aus Nahdistanz entschärfte. Dazwischen und auch in der Folge gab es immer wieder gute Freistoßsituationen für den SV 90, die aber nichts brachten, weil sie immer wieder stereotyp in den Strafraum gebracht wurden und so von den Stralsunder Abwehrspielern mühelos bereinigt werden konnten. Die Gastgeber hatten in der 22.Minute bei einem Freistoß die erste vage Andeutung einer Torchance, lagen aber schon zwei Minuten später „aus dem Nichts" mit 1:0 in Führung. SV 90-Keeper Schliewert hatte einen völlig harmlosen Ball so unterschätzt, dass der Schiedsrichter in der Folge –ob berechtigt oder unberechtigt sei dahingestellt- auf Ecke entschied. Diese lenkte dann ein Stralsunder Angreifer völlig unbedrängt per Kopf in die Maschen des Teterower Gehäuses. Die Riesenmöglichkeit zum Ausgleich für den SV 90 ließ dann Maag in der 30.Minute aus, als er fünf Meter vor dem gegnerischen Gehäuse vollkommen frei zum Schuss kam aber nur den Pfosten traf. Das in dieser Phase ohnehin schon harmlose Teterower Spiel verflachte bis zum Pausenpfiff noch mehr. In der 42.Minute hebelten die Stralsunder mit zwei einfachen, weiten aber wirkungsvollen Diagonalpässen die gesamte Teterower Abwehr aus: zweite Chance, zweites Tor, 0:2-Pausenstand aus SV 90-Sicht.

In der zweiten Halbzeit versuchte das Teterower Trainergespann mit der Einwechslung Möllers sowie einer weiteren Umstellung innerhalb der Mannschaft mehr Angriffsdruck zu erzeugen, was auch gelang. Aber leider fehlten über weite Strecken die Ideen und der Spielwitz, um die Stralsunder Abwehr ernsthaft zu gefährden. Nach einigen kleineren Möglichkeiten für den SV 90 hatten die Sundstädter in der 59.Minute urplötzlich wieder eine gute Chance, zum Glück für Teterow strich der Ball aber am langen Pfosten vorbei ins Aus. In der 67.Minute verfehlte ein Maag-Kopfball sein Ziel knapp, ehe den Teterowern in der 71.Minute über ihre rechte Seite ihr schönster Zug während des gesamten Spiels überhaupt gelang. Möllers abschließender Schuss landete am Pfosten, der Nachschuss im Tor, doch vorher hatte der Schiedsrichter während einer angeblichen Abseitsstellung unterbrochen – zweifelhaft! Fünf Minuten später keimte noch einmal Teterower Hoffnung auf, denn Oliver Maag hatte mit einem direkt verwandelten und noch unhaltbar abgefälschten Freistoß den 1:2-Anschlusstreffer erzielt. Die Bergringstädter drückten weiter, hatten durch Seemann in der 79.Minute, der allerdings den Abschluss zu lange verzögerte, durch Reichel mit einer beinahe direkt verwandelten Ecke in der 81.Minute und durch Maag, der in der 82.Minute mit einem blitzschnellen Schuss von der Strafraumgrenze leider nur den Pfosten traf, auch gute Tormöglichkeiten aber Zählbares sprang nicht heraus. Weiterhin monierten die Teterower in dieser Phase einen nicht gegebenen Handstrafstoß und dann kam es, wie es kommen musste: Schon in der Nachspielzeit konterten die Gastgeber den SV 90 klassisch aus und mit dem Schlusspfiff hieß es 1:3 aus Teterower Sicht.

Ein Kurzfazit zu dieser Begegnung für beide Mannschaften könnte so lauten: Stralsund – aus wenig viel gemacht; Teterow – aus viel wenig gemacht!

Der SV 90 spielte mit Schliewert, Peters, J. Neumann, Gutknecht (60.´ Meinck), P. Weber, M. Brigmann, Reichel, Wenzlaff, Seemann, Börger (46.´ Möller) und Maag.