SV Teterow 90
SV 1950 Chemnitz
4
1

28.08.2015 18:00
1. Männermannschaft
|| Landesliga Ost

Klarer, aber etwas holpriger Heimsieg


Trotz des letztendlich klaren Heimsieges gegen den SV 1950 Chemnitz ließen die Landesklassekicker des SV Teterow 90 einige bedenkliche Parallelen zum 2:2-Vorwochenremis gegen den SV Waren 09 erkennen. Wieder einmal ließen die Bergringstädter viel zu viele klare Chancen aus und sorgten mit ihrem Abwehrverhalten auch selbst für die wenigen Gästemöglichkeiten.

Erneut begannen die Teterower im Feuerwehrtempo, so dass ihr erster Treffer nur ein Frage der Zeit schien. Doch nachdem Bosmann in der 9. Minute den Chemnitzer Torhüter schon ausgespielt hatte, lief ein Abwehrspieler dazwischen und klärte. Dagegen hatten die Gäste nach einem unmotivierten Rückpass von Hantke in der 15. Minute urplötzlich eine Riesenmöglichkeit, dupliziert nach einem gleichen Fauxpas von Schroeder in der 39. Minute, als Groth innerhalb von zwei, drei Sekunden gleich zweimal einen Gegentreffer „aus dem Nichts“ verhindern musste. Dazwischen lagen hochkarätige Möglichkeiten für Bosmann in der 17., Gerdt gleich doppelt in der 19., P. Dabbert mit einem Freistoß in der 22. sowie Rzeszutek in der 29. Minute. Das zu diesem Zeitpunkt längst überfällige 1:0 erzielte dann Benjamin Bosmann nach 34 Minuten im Nachsetzen nach einem straffen Schuss von Rzeszutek, den der Chemnitzer Keeper nur abprallen lassen konnte. Nach schöner Vorarbeit von Bosmann und P. Dabbert hatte Gerdt kurz vor dem Pausenpfiff noch eine dicke Chance, setzte das Leder aus Nahdistanz aber weit übers Chemnitzer Gehäuse.

Zwei Minuten nach dem Wiederbeginn ließ Bosmann die nächste Teterower Möglichkeit aus, ehe Gerdt in der 50. Minute strafstoßreif im gegnerischen Strafraum gelegt wurde; leider blieb der hier wohl fällige Pfiff aus. Wiederum zwei Minuten später parierte der Gästekeeper einen gefährlichen Distanzschuss von Gerdt, bis dann endlich in der 53. Minute Oliver Schroeder nach Flanke von Gerdt und Kopfballablage von Rzeszutek zum 2:0 für den SV 90 einschob. Wohl alle dachten, dass dies die Vorentscheidung sein würde. Aber die Gastgeber kamen erneut ins „Schwimmen“, verloren den Spielfaden, sammelten dafür fleißig gelbe Karten und mussten in der 63. Minute nach einem unnötigen Foulspiel ein Freistoßtor zum 1:2 hinnehmen. In der 71. Minute ließ Hall eine weitere sehr verheißungsvolle Möglichkeit ungenutzt verstreichen. Allerdings war er es dann auch, der in der 80. Minute gemeinsam mit Sternberg das erlösende 3:1 durch Tom Rzeszutek vorbereitete. Schließlich krönte Benjamin Bosmann in der letzten Sekunde der Nachspielzeit seine gute Leistung an diesem Tag mit dem für sein Team hochverdienten 4:1, zu dem Gerdt und Rzeszutek die Vorarbeit leisteten.

Der SV 90 spielte mit Groth, P. Dabbert, Peters, J. Neumann, D. Dabbert (67.' Hall), Kagel (65.' Sternberg), Hantke, Schroeder (65.' Weber), Bosmann, P. Gerdt und Rzeszutek.