PSV Röbel-Müritz
SV Teterow 90
1
2

07.11.2015 15:00
1. Männermannschaft
|| Landesliga Ost

Verdienter Auswärtssieg im Spitzenspiel


Mit einem unter dem Strich hochverdienten 2:1-Erfolg kehrten die Kicker des SV Teterow 90 vom Spitzenspiel der Landesklasse beim PSV Röbel-Müritz zurück. Den machten sie sich allerdings - abgesehen von einigen Entscheidungen des Schiedsrichters, die aber wohl auf beiden Seiten für heftigen Diskussionsbedarf sorgten - wieder einmal durch ihre nun doch schon sehr nervenaufreibende Chancenverwertung selbst sehr schwer.

Schon in der Anfangsphase ging es turbulent zu. Nach noch nicht einmal 60 Sekunden setzte sich Gerdt stark durch, scheiterte jedoch knapp am Röbeler Keeper. Auf der Gegenseite hatten die Bergringstädter in der 4. Minute Glück, als Groth nach einem eigentlich harmlosen Schuss den Ball durch seine Hände gleiten ließ, der am Innenpfosten landete, dann jedoch geklärt werden konnte. In der 9. Minute klärte der PSV-Schlussmann gerade noch so im Herauslaufen gegen Bosmann. Danach ebbte die Partie zwar nicht ab, aber Einschussmöglichkeiten blieben auf beiden Seiten Mangelware. Das änderte sich urplötzlich in der 40. Minute, als Benjamin Bosmann nach Zuspiel von Latzko das zu diesem Zeitpunkt nicht unverdiente Teterower 1:0 erzielte.

Nach dem Wiederanpfiff hatten zunächst die Gastgeber nach einem Missverständnis in der SV 90-Abwehr die erste gute Möglichkeit, ehe dann die Teterower für die nächste halbe Stunde klar das Spielgeschehen bestimmten und genügend hochkarätige Chancen hatten, um die Partie in ruhiges Fahrwasser zu bringen. Den Auftakt machte Bosmann in der 49. Minute nach einer schönen Eingabe von Rzeszutek, die er aber total verstolperte. Dann gab es in der 52. und 56. Minute zwei gleiche Szenen: Jeweils nach einem Zuspiel von Latzko waren zunächst Bosmann und dann Rzeszutek in freier Position nicht in der Lage mit ihren völlig verkorksten Eingaben mitgelaufene Mitspieler zu erreichen. Den Höhepunkt der in dieser Zeitspanne katastrophalen Chancenverwertung lieferte dann in der 60. Minute Gerdt, der ansonsten eine starke Partie lieferte, als er den mitgelaufenen Bosmann, der den Ball nur noch ins leere Tor schieben müsste, glatt übersah. Beifall auf offener Szene von den 200 Röbeler und mitgereisten Teterower Zuschauern gab es in der 67. Minute für P. Dabbert nach seinem 30-Meter-Knaller aufs Dreiangel des Röbeler Kastens sowie die Klasse-Parade des einheimischen Keepers, der das Leder mit den Fingerspitzen noch zur Ecke lenken konnte. Das überfällige 2:0 fiel dann aber doch in der 70. Minute durch Paul Gerdt nach schöner Vorarbeit von Hantke. Drei Minuten später wäre dann eigentlich das vorentscheidende 3:0 fällig gewesen. Rzeszutek hatte auf Gerdt abgelegt, der regulär einnetzte. Der hervorragend postierte Linienrichter zeigte auch keine gegenteilige Reaktion, aber der gut 30 Meter dahinter stehende Schiedsrichter entschied auf Abseits – warum auch immer! Leider war dies nicht die einzige Situation, in der er einfach Signale seiner Partner an den Seitenlinien ignorierte. Als dann Röbel in der 78. Minute nach einem unterwegs noch abfälschten Freistoß den 1:2-Anschlusstreffer erzielte, wurde es noch einmal spannend und sehr hektisch. Doch dieses Mal überstanden die Bergringstädter die Schlussphase mit viel Kampfgeist und für sie etwas glückliche Schiedsrichterentscheidungen unbeschadet und nach 94 Minuten war endlich Schluss.

Spielerisch und läuferisch gibt es wohl kaum Abstriche an der Leistung der Teterower zu machen, aber eine nach dem Abpfiff wegen der wiederholt äußerst mangelnden Verwertung der vielen guten Möglichkeiten sichtlich gezeichnete Trainerbank sollte den Angreifern doch ernsthaft zu denken geben.

Der SV 90 spielte mit Groth, P. Dabbert, J. Neumann, D. Dabbert, St. Seemann, Bosmann (90.' Peters), Hantke, Möller (46.' Kagel), Latzko, P. Gerdt, Rzeszutek (90.' Sternberg).